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Die E-Rechnung kommt.

Referenzprozess eRechnung

Finanzressort und Handwerkskammer unterzeichnen Kontrakt über gemeinsame Informations- und Beratungsangebote zur Einführung der E-Rechnung

Pressemitteilung des Senats

Die E-Rechnung kommt. Bremen führt Ende November 2018 das neue Abrechnungsformat als erstes Bundesland ein. Ein Jahr früher, als von der EU gefordert. Die Einführung des neuen Standards und Verfahrens wird durch ein Informations- und Fortbildungsangebot für Handwerksbetriebe begleitet. Finanzsenatorin Karoline Linnert und Handwerkskammer-Präses Jan-Gerd Kröger haben heute (22. März 2018) einen entsprechenden Kontrakt unterzeichnet.

Finanzsenatorin Karoline Linnert und Handwerkskammer-Präses Jan-Gerd Kröger bei der Kontrakt-Unterzeichnung
Karoline Linnert betont: „Bremen hat in Sachen E-Rechnung eine Vorreiterrolle übernommen. Wir wollen den Betrieben den Umstieg auf die E-Rechnung erleichtern und damit die Akzeptanz des neuen Verfahrens steigern. Gemeinsam mit den Fachleuten der Handwerkskammer werden unsere Experten aus dem Finanzressort den Handwerkerinnen und Handwerkern mit Rat und Tat zur Seite stehen – auch individuell vor Ort in den Betrieben. Die E-Rechnung ist ein Meilenstein unserer Digitalisierungsstrategie. In Bremen (Land und Stadtgemeinde) gehen jährlich rund 300.000 Rechnungen bei der öffentlichen Verwaltung ein.“
Jan-Gerd Kröger erläutert: „Gerade für kleinere Betriebe kann die Einführung eines neuen eStandards zur Herausforderung werden. Vorbehalte sind verständlich, nicht jeder Handwerker ist versiert in Computerfragen. Niemand soll aus Angst vor einer vermeintlich schwierigen Abrechnung vor öffentlichen Aufträgen zurückschrecken. Die korrekte Anwendung der Software garantiert, die in wenigen Jahren europaweit vorgeschriebenen Standards zu erfüllen. Einmal eingeübt, werden nervende, zeitraubende Nachfragen und Korrekturen vermieden.“
Martina Jungclaus, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Bremen führt weiter aus: „Die Vielfalt der eingesetzten Softwarelösungen, der Schnittstellen und der möglichen Übertragungswege sowie die Einflüsse der technischen Lösungen auf die betriebswirtschaftlichen Prozessabläufe machen eine individuelle Beratung der Handwerksbetriebe hinsichtlich einer möglichen Verwendung des Standards XRechnung notwendig. An dieser Stelle setzt die Kooperation an. Es werden Grundlageninformationen und konkrete Handlungshilfen über die elektronische Rechnungstellung Handwerksunternehmen vermittelt.
Die Eckpunkte des Vertrags:
Der Kontrakt wird für die Jahre 2018/2019 geschlossen. Eine Verlängerung für das Jahr 2020 ist geplant.
Infoveranstaltungen für Betriebe
Beratung vor Ort bei Firmen
Gespräche mit branchenspezifischen Software-Anbietern über Schnittstellenfragen
Jährliche Berichte dokumentieren die Ergebnisse
Handwerksbetriebe sind wichtige Partner der öffentlichen Auftraggeber. Rainer Heldt, Projektleiter E-Rechnung im Finanzressort, betont: „Die praktischen Erfahrungen bei der Anwendung der E-Rechnung sind für uns wichtig. Wir werden sie nutzen, um die Software bei Bedarf weiter zu entwickeln.“ Ende November 2018 werden alle Verwaltungsdienststellen den Service anbieten. Ab 2020 sind alle Lieferanten zur Ausstellung elektronischer Rechnungen verpflichtet.
Finanzstaatsrat Henning Lühr berichtet vom großen Interesse auf Bundesebene an der Einführung der E-Rechnung in Bremen. „Die Bremer IT-Fachleute haben einen guten Ruf. Ihre Kompetenz wird geschätzt. Der bundesweite IT-Planungsrat hat 2015 die gemeinsame Einführung der E-Rechnung durch Wirtschaft und Verwaltung zum Leuchtturmprojekt erklärt. Die anderen Länder sind an der von uns entwickelten Software interessiert. Nordrhein Westfalen und Rheinland Pfalz haben bereits beschlossen, sie auch anzuwenden. Die Basis bilden die EU- Standards für die E-Rechnung, die für Deutschland gemäß den EU-Vorgaben von der in Bremen angesiedelten Koordinierungsstelle für IT-Standards für Bund, Länder und Kommunen entwickelt wurden.“
Die Kooperation und der damit verbundene intensive Austausch zwischen Auftraggebern und –nehmern ist ein wichtiger Baustein zur erfolgreichen Umsetzung des zentralen Digitalisierungsprojekts der bremischen Verwaltung. Karoline Linnert.“ Das neue digitale Verfahren wird zunehmend das bestehende antiquierte Verfahren der Papierrechnung ablösen. Die Firmen können Porto und Papier sparen und mit einer schnelleren Bearbeitung rechnen. Auch die Verwaltung spart Zeit und Geld. Die papierlose Abrechnung zahlt sich auch ökologisch aus – ganze Wälder werden vor der Abholzung verschont.“